Schäden verhindern durch den Einsatz von Funtionaler Sicherheit

Nach mehreren verheerenden Unfällen in der Oel- und Chemischen Industrie wurden die beiden Normen IEC-61508 (für Hersteller und Lieferanten von Sensorik und Aktorik in Sicherheitstechnischen Systemen) und IEC-61511 (für Anwender und Integratoren Sicherheitstechnischer Systeme) entwickelt. Mittlerweile werden die beiden Normen als „Stand der Technik betrachtet, was so viel bedeutet, wie technisch machbar und geeignet, kann vom Management organisatorisch geplant werden und ist wirtschaftlich zumutbar. „Stand der Technik“ ist ein juristischer Ausdruck und zählt in Europa vor Gericht. Theoretisch kann niemand gezwungen werden, die Richtlinien einzuhalten. Wenn es aber zu einem Unfall kommt, dann muss der Betreiber beweisen, dass die Norm IEC-61511 eingehalten worden ist.


Unfälle in der Petrochemischen- und Chemischen Industrie fürhrten 1998 zu der Einführung der ersten Ausgabe der Norm IEC-61511


Sicherheit bedeutet die Freiheit von unvertretbaren Risiken

Der sichere chemische Prozess wäre das non plus ultra von Sicherheit. Dies kann z.B. damit erreicht werden, dass ein Zulauf über ein Zwischengefäss geführt wird, welches eine Grösse hat, dass es bei einem unabsichtlichen Zulauf der ganzen Menge nicht zu einem Risiko führt, welches für Anlagen, Produktion, Umwelt oder Menschen eine Gefahr darstellt.

Weil dies nicht immer möglich ist, muss das Risiko der Prozesse mittels Investitionen in Funktionale Sicherheit minimiert werden. Dabei ist ein Sicherheitssystem zu 100% sicher, wenn:


  • Alle zufälligen, Common Cause und systematischen Fehler nicht zu einer Fehlfunktion des Sicherheitssystems führen und nicht resultieren in
    • Verletzung oder Tod von Menschen
    • Beeinträchtigung der Umwelt
    • Verlust von Anlagen oder Produktion
  • 100% Funktionale Sicherheit gibt es nicht, aber es gibt die SIL-Stufen 1, 2, 3 oder 4
  • Das SIS-System von Emerson DeltaV (registrierte Marke) bietet bis SIL-Stufe 3 eine an das Prozessleitsystem angebundene Möglichkeit, Sicherheitsfunktionen zu implementieren


 

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